FAQ

FAQ

Vor der kieferorthopädischen Behandlung

Benötige ich eine Überweisung meines Hauszahnarztes?
Sie brauchen für die kieferorthopädische Beratung keine Überweisung von Ihrem Zahnarzt. Ein Überweisungsbrief ist jedoch sinnvoll, wenn bereits eine kieferorthopädische Beratung oder Behandlung stattfand beziehungsweise eine Weiterbehandlung an unserer Poliklinik empfohlen wurde. Wir haben für Sie eine Checkliste für den ersten Besuch erstellt: Anamnese-Bogen.pdf

Was ist ein Fachzahnarzt für Kieferorthopädie?
Nur wer eine vierjährige Fachzahnarztweiterbildung nach seinem Zahnmedizinstudium erfolgreich absolviert hat, darf sich „Kieferorthopäde“ oder „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ nennen. Nach einem allgemeinzahnärztlichen Jahr beginnt die eigentliche fachspezifische Weiterbildung. Diese erfolgt in Hessen entweder in einer Poliklinik für Kieferorthopädie an den Universitätskliniken oder in einer weiterbildungsberechtigen kieferorthopädischen Fachzahnarztpraxis mit Anschluss an das dreijährige theroretische Curriculum, welches von den drei hessischen Universitäten im Auftrag der Landeszahnärztekammer Hessen durchgeführt wird. Nach Beendigung der Weiterbildungszeit und bestandener Fachzahnarztprüfung an der Zahnärztekammer kann die Bezeichnung „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ oder „Kieferorthopäde“ getragen werden. Im Gegensatz dazu wird die Fortbildung zum „Master of Science für Kieferorthopädie“ nur nebenberuflich durchlaufen und findet nicht an einer universitären Poliklinik oder weiterbildungsberechtigten Fachzahnarztpraxis für Kieferorthopädie statt. Auch ist der Umfang des theoretischen Curriculums nicht mit dem der Fachzahnarztweiterbildung vergleichbar. Darüber hinaus kann jeder Zahnarzt seinen Tätigkeitsschwerpunkt auf die Kieferorthopädie legen und dies dementsprechend mit „Tätigkeitsschwerpunkt Kieferorthopädie“ betiteln. Eine besondere Ausbildung mit abschließender Prüfung ist hierfür nicht erforderlich. Somit stellen weder der „ Master of Science Kieferorthopädie“ noch der Zahnarzt mit „Tätigkeitsschwerpunkt Kieferorthopädie“ gleichwertige Qualifikationen zum „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ dar.
In unserer Poliklinik für Kieferorthopädie werden Sie von Fachzahnärzten für Kieferorthopädie und angehenden Fachzahnärzten unter regelmäßiger Supervision durch die Oberärzte/Fachzahnärzte betreut und behandelt. In unseren wöchentlichen Therapiekonferenzen wird jede Behandlungsplanung mit der Klinikdirektorin und den Oberärzten/Fachzahnärzten diskutiert. So profitieren Sie von unserer gebündelten langjährigen Erfahrung!

Wann sollte ich mich oder mein Kind beim Kieferorthopäden vorstellen?
Grundsätzlich immer, wenn Ihr Hauszahnarzt oder Logopäde bei Ihnen oder Ihrem Kind einen kieferorthopädischen Behandlungsbedarf feststellt und empfiehlt, einen Kieferorthopäden aufzusuchen.
Selbstverständlich dürfen Sie auch selbständig eine kieferorthopädische Beratung vereinbaren, wenn Sie mit der Zahn- oder Kieferstellung unzufrieden sind.
Wer sichergehen möchte, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit einer kieferorthopädischen Behandlung zu beginnen, sollte mit seinen Kindern in regelmäßigen Abständen zum Zahnarzt oder Kieferorthopäden gehen. Bereits wenn die bleibenden Frontzähne da sind, ist der Besuch bei einem Fachzahnarzt zu empfehlen. Bei schädlichen Angewohnheiten, wie beispielsweise beim Daumenlutschen oder bei bestimmten erblichen Kieferfehlstellungen kann eine Frühbehandlung sinnvoll sein. Der optimale Zeitpunkt für den Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung ist in der Regel im Alter von 10-11 Jahren.

Wann sollte mit einer kieferorthopädischen Behandlung begonnen werden?
Je nach Art der Zahn- und Kieferfehlstellung gibt es unterschiedliche optimale Zeitpunkte, zu denen eine Behandlung begonnen werden sollte.
Bei spezifischen Kieferfehlstellungen ist ein früher Behandlungszeitpunkt bereits im Milchgebiss oder in der ersten Phase des Zahnwechsels sinnvoll.
In den meisten Fällen ist das Alter von 10-11 Jahren der beste Zeitpunkt für den kieferorthopädischen Behandlungsbeginn. Zu dieser Zeit wechseln die seitlichen Zähne, so dass der Durchbruch der bleibenden Zähne positiv beeinflusst werden kann. In dieser Zeit findet auch das größte Körperwachstum statt, welches dann optimal zur Korrektur von Kieferfehlstellungen genutzt werden kann. Eine kieferorthopädische Korrektur von Zahnfehlstellungen ist grundsätzlich in jedem Alter möglich.

Gibt es eine Altersgrenze für kieferorthopädische Behandlungen?
Kieferorthopädie ist keine Frage des Alters. Von der Frühbehandlung im Kindesalter über die „reguläre“ kieferorthopädische Behandlung bei Jugendlichen bis zur Behandlung Erwachsener bietet die moderne Kieferorthopädie zahlreiche Behandlungsoptionen. Selbst im hohen Lebensalter lassen sich Zahnfehlstellungen korrigieren. Die einzigen Voraussetzungen sind eine ausreichende Mundhygiene, ein gesunder Zahnhalteapparat und eine gute Mitarbeit und Motivation.

Können auch noch Erwachsene behandelt werden?
Fehlstellungen der Zähne lassen sich bei Erwachsenen kieferorthopädisch korrigieren, vorausgesetzt, Zähne und Kieferknochen sind gesund. Da das Körperwachstum abgeschlossen ist, können Fehlstellungen der Kiefer zueinander jedoch nicht mehr kieferorthopädisch korrigiert werden. Alternativ kann eine fehlerhafte Bisssituation durch entsprechende Zahnbewegungen ausgeglichen werden. In ausgeprägten Fällen kann mit Hilfe operativer Maßnahmen eine Korrektur des Fehlbisses erfolgen.

Wie lange dauert eine kieferorthopädische Behandlung?
Im Durchschnitt werden bei Jugendlichen etwa vier Jahre benötigt, bis die Fehlstellung korrigiert ist und sich das Ergebnis stabilisiert hat. Die eigentliche aktive Behandlung dauert etwa drei Jahre, die Stabilisierungsphase etwa ein bis zwei Jahre.

Wie lange dauert eine kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen?
Bei älteren Patienten ist die Reaktion der Gewebe auf kieferorthopädische Kräfte langsamer als bei Kindern und Jugendlichen. Auch ist nicht selten ein interdisziplinäres Behandlungskonzept mit den Fachrichtungen Zahnerhaltung, Parodontologie, Prothetik und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie erforderlich. Die Behandlungsdauer hängt bei Erwachsenen von den individuellen Gegebenheiten ab und liegt erfahrungsgemäß je nach Ausmaß der notwendigen Korrekturen zwischen drei Monaten und 2-3 Jahren aktiver Behandlung, an die sich eine etwa ein- bis zweijährige Stabilisierungsphase anschließt.

Können Raucher kieferorthopädisch behandelt werden?
Durch den toxischen Tabakrauch, den ein Raucher inhaliert, steigt das Risiko für Entzündungen des Zahnhalteapparates und damit das Risiko eines frühzeitigen Knochenabbaus. Zudem schadet Rauchen dem Zahnfleisch und erhöht die Gefahr von bösartigen Tumoren im Mundbereich. Werden zur Korrektur von Fehlstellungen kieferorthopädische Zahnbewegungen durchgeführt, kann es durch das Rauchen zu ausgeprägten Entzündungsreaktionen des Zahnhalteapparates mit erhöhtem Risiko von Knochenabbau und letztlich Zahnverlust kommen.

Was bedeutet KIG?
KIG steht für „kieferorthopädische Indikationsgruppen“. Dies ist das System der gesetzlichen Krankenversicherung zur Beurteilung einer kieferorthopädischen Behandlungsnotwendigkeit. Es handelt sich um eine einfache Tabelle mit fünf unterschiedlichen Behandlungsgraden. Nur beim Vorliegen eines Behandlungsgrades 3 und höher erfolgt eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung?
Bei gesetzlich versicherten Patienten kommt zur Beurteilung der Kostenübernahme das sogenannte KIG-System mit fünf Schweregraden zum Tragen. Bei Grad 1 und 2 werden die Kosten nicht übernommen, bei Grad 3 bis 5 wird die Behandlung von Ihrer Kasse bezahlt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Behandlung vor dem 18. Lebensjahr begonnen hat. Bei Behandlungsbeginn nach dem 18. Lebensjahr ist die gesetzliche Krankenkasse nur noch leistungspflichtig, wenn eine kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie erforderlich ist.
Bei privat versicherten Patienten hängt die Kostenerstattung durch Ihre Versicherung ausschließlich von Ihren vertraglich gewählten Versicherungsbedingungen ab. Falls bei der Kostenerstattung die Beihilfe beteiligt ist, ergeben sich gelegentlich Einschränkungen. Die 18-Jahres-Grenze für eine Kostenübernahme gilt bei der Beihilfe analog zur gesetzlichen Versicherung.

Kommen Kosten bei einem genehmigten Behandlungsplan auf mich zu?
Wenn Ihre gesetzliche Krankenkasse den Behandlungsplan Ihres Kindes genehmigt hat, werden die Gesamtkosten der Behandlung von der Kasse übernommen. Allerdings müssen Sie während der Behandlung 20% der Kosten vorübergehend selbst tragen. Das bedeutet, dass Sie vierteljährlich eine Rechnung über 20% der Kosten, die in diesem Zeitraum angefallen sind, erhalten. Bei einer typischen Behandlung sind dies je nach Umfang durchschnittlich 650€. Nach Abschluss der kieferorthopädischen Therapie bekommen Sie Ihren Eigenanteil von der Krankenkasse zurückerstattet. Kommt es zu einem Abbruch der Behandlung, beispielweise aufgrund unzureichender Mitarbeit oder schlechter Mundhygiene, erhalten Sie die bis zum Abbruchzeitpunkt bezahlten Eigenanteile von der Krankenkasse nicht zurück.
Die moderne Kieferorthopädie bietet auch einige sinnvolle Ergänzungen zur Optimierung der Behandlung außerhalb des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen. Diese Ergänzungsmaßnahmen werden Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch erläutert.
Bei privat versicherten Patienten hängt die Kostenerstattung durch Ihre Versicherung ausschließlich von Ihren vertraglich gewählten Versicherungsbedingungen ab. Falls bei der Kostenerstattung die Beihilfe beteiligt ist, ergeben sich gelegentlich Einschränkungen.

Ist der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung sinnvoll?
Für gesetzlich Versicherte kann eine private Zusatzversicherung sinnvoll sein, da sie bei entsprechender Vertragsgestaltung private Zusatzleistungen übernimmt oder ggf. die Behandlungskosten bei KIG 1 oder 2 und bei Erwachsenen trägt. Private Zusatzversicherungen müssen jedoch vor Feststellung einer kieferorthopädischen Behandlungsnotwendigkeit abgeschlossen worden sein.

Übernimmt die Krankenkasse die kieferorthopädische Behandlung im Erwachsenenalter?
Patienten, die älter als 18 Jahre sind, müssen die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung selbst tragen. Eine Ausnahme sind Patienten mit einer schweren Kieferanomalie, die kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgisch behandelt werden muss. Bei privat versicherten Patienten hängt die Kostenerstattung durch Ihre Versicherung ausschließlich von Ihren vertraglich gewählten Versicherungsbedingungen ab. Falls bei der Kostenerstattung die Beihilfe beteiligt ist, ergeben sich gelegentlich Einschränkungen. Die 18-Jahres-Grenze für eine Kostenübernahme gilt bei der Beihilfe analog zur gesetzlichen Versicherung.

Vor der kieferorthopädischen Behandlung

Benötige ich eine Überweisung meines Hauszahnarztes?
Sie brauchen für die kieferorthopädische Beratung keine Überweisung von Ihrem Zahnarzt. Ein Überweisungsbrief ist jedoch sinnvoll, wenn bereits eine kieferorthopädische Beratung oder Behandlung stattfand beziehungsweise eine Weiterbehandlung an unserer Poliklinik empfohlen wurde. Wir haben für Sie eine Checkliste für den ersten Besuch erstellt: Anamnese-Bogen.pdf

Was ist ein Fachzahnarzt für Kieferorthopädie?
Nur wer eine vierjährige Fachzahnarztweiterbildung nach seinem Zahnmedizinstudium erfolgreich absolviert hat, darf sich „Kieferorthopäde“ oder „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ nennen. Nach einem allgemeinzahnärztlichen Jahr beginnt die eigentliche fachspezifische Weiterbildung. Diese erfolgt in Hessen entweder in einer Poliklinik für Kieferorthopädie an den Universitätskliniken oder in einer weiterbildungsberechtigen kieferorthopädischen Fachzahnarztpraxis mit Anschluss an das dreijährige theroretische Curriculum, welches von den drei hessischen Universitäten im Auftrag der Landeszahnärztekammer Hessen durchgeführt wird. Nach Beendigung der Weiterbildungszeit und bestandener Fachzahnarztprüfung an der Zahnärztekammer kann die Bezeichnung „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ oder „Kieferorthopäde“ getragen werden. Im Gegensatz dazu wird die Fortbildung zum „Master of Science für Kieferorthopädie“ nur nebenberuflich durchlaufen und findet nicht an einer universitären Poliklinik oder weiterbildungsberechtigten Fachzahnarztpraxis für Kieferorthopädie statt. Auch ist der Umfang des theoretischen Curriculums nicht mit dem der Fachzahnarztweiterbildung vergleichbar. Darüber hinaus kann jeder Zahnarzt seinen Tätigkeitsschwerpunkt auf die Kieferorthopädie legen und dies dementsprechend mit „Tätigkeitsschwerpunkt Kieferorthopädie“ betiteln. Eine besondere Ausbildung mit abschließender Prüfung ist hierfür nicht erforderlich. Somit stellen weder der „ Master of Science Kieferorthopädie“ noch der Zahnarzt mit „Tätigkeitsschwerpunkt Kieferorthopädie“ gleichwertige Qualifikationen zum „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ dar.
In unserer Poliklinik für Kieferorthopädie werden Sie von Fachzahnärzten für Kieferorthopädie und angehenden Fachzahnärzten unter regelmäßiger Supervision durch die Oberärzte/Fachzahnärzte betreut und behandelt. In unseren wöchentlichen Therapiekonferenzen wird jede Behandlungsplanung mit der Klinikdirektorin und den Oberärzten/Fachzahnärzten diskutiert. So profitieren Sie von unserer gebündelten langjährigen Erfahrung!

Wann sollte ich mich oder mein Kind beim Kieferorthopäden vorstellen?
Grundsätzlich immer, wenn Ihr Hauszahnarzt oder Logopäde bei Ihnen oder Ihrem Kind einen kieferorthopädischen Behandlungsbedarf feststellt und empfiehlt, einen Kieferorthopäden aufzusuchen.
Selbstverständlich dürfen Sie auch selbständig eine kieferorthopädische Beratung vereinbaren, wenn Sie mit der Zahn- oder Kieferstellung unzufrieden sind.
Wer sichergehen möchte, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit einer kieferorthopädischen Behandlung zu beginnen, sollte mit seinen Kindern in regelmäßigen Abständen zum Zahnarzt oder Kieferorthopäden gehen. Bereits wenn die bleibenden Frontzähne da sind, ist der Besuch bei einem Fachzahnarzt zu empfehlen. Bei schädlichen Angewohnheiten, wie beispielsweise beim Daumenlutschen oder bei bestimmten erblichen Kieferfehlstellungen kann eine Frühbehandlung sinnvoll sein. Der optimale Zeitpunkt für den Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung ist in der Regel im Alter von 10-11 Jahren.

Wann sollte mit einer kieferorthopädischen Behandlung begonnen werden?
Je nach Art der Zahn- und Kieferfehlstellung gibt es unterschiedliche optimale Zeitpunkte, zu denen eine Behandlung begonnen werden sollte.
Bei spezifischen Kieferfehlstellungen ist ein früher Behandlungszeitpunkt bereits im Milchgebiss oder in der ersten Phase des Zahnwechsels s